Natalie Hemengül
Produkttest

Klein, kompakt und «Made in Korea»: der UV-Stick von Nivea im Test

Koreanische Sonnenschutz-Stifte sind eine Liga für sich und meine Messlatte für UV-Sticks ist entsprechend hoch. Nivea hat nun eine eigene Version davon lanciert, die ich getestet habe.

Von der einst spiegelglatten, glänzenden Oberfläche ist nichts mehr zu sehen. Mein Nivea «Sun UV Specialist Silky UV Stick» sieht wie vom Schicksal gebeutelt aus: An dem bis zum Anschlag heraus gedrehten gelben Stummel kleben Härchen, Hautschuppen und Staub. Ein gutes Zeichen. Schliesslich sind das Gebrauchsspuren. Und was viel zum Einsatz kommt, macht einiges richtig.

Den Anblick erspare ich dir. Meine Test-Erkenntnisse nicht.

Kennen wir uns nicht?

Die Tropfenform ist eine alte Bekannte von mir. Mein liebster Sun-Stick der K-Beauty-Marke Isntree hat mich damals mit einem ähnlichen Design überzeugt.

Nivea wirbt mit einem «New from Korea» Sticker dafür, dass ihr Produkt ebenfalls in Korea hergestellt wurde. Mit «modernster koreanischer Stick-Technologie», wie die Brand auf ihrer Webseite betont. Zufall? Wer weiss. Im Vergleich zu meinem Liebling von Isntree fällt Niveas Format mit 15 Gramm Produkt deutlich handlicher aus. Für meine Zwecke top! Isntree bietet zwar 22 Gramm, nimmt dafür aber auch mehr Raum in meiner Handtasche ein.

Der Stick verspricht:

  • Lichtschutzfaktor 50+
  • Schutz vor UVB + UVA (PA ++++), chemische Filter
  • kein Parfüm
  • Eignung für alle Hauttypen
  • leichte, nicht fettende, nicht komedogene Formel
  • schweissresistent
  • frei von Mikroplastik sowie den UV-Filtern Octinoxat, Oxybenzon und Octocrylen

In der Anwendung

Drei Wochen lang kam der Stick regelmässig zum Einsatz. Bei Spaziergängen, Tagesausflügen, beim Joggen (nicht durch mich!) und so weiter. Zurück bleiben sechs Millimeter Produkt und folgende Erkenntnisse:

Die Verpackung ist schlicht und funktional, während sich die schmale, längliche Tropfenform flexibel einsetzen lässt. Halte ich sie vertikal, erreiche ich verwinkelte Gesichtspartien. Halte ich sie horizontal, kann ich damit auch grössere Partien wie Wangen, Arme oder Beine relativ zügig einstreichen. Dass die Formel keine Duftstoffe enthält freut mich nach meinem letzten Stick-Debakel besonders.

Nach zwei Schichten hinterlässt der Stick ein kaum sichtbares, seidiges Finish auf der Haut. Spüren kann ich es aber. Beschreiben lässt sich das Gefühl nur schwer. Es ist weder fettig noch klebrig. Ich kann es wahrnehmen, störe mich aber am Körper nicht daran. Im Gesicht finde ich es bei warmen Temperaturen und bei meiner Mischhaut einen winzigen Ticken zu pflegend, was wiederum trockenen Hauttypen sehr entgegenkommen könnte

Bei heller Kleidung ist Vorsicht geboten: Die gelbliche Farbe hat auf dem weissen T-Shirt meines Freundes Flecken hinterlassen.

Fazit

Eine solide Wahl!

Dass mein Stick nahezu aufgebraucht ist, spricht Bände. Alles in allem setzt Nivea beim «Silky UV Stick» auf eine alltagstaugliche Formel ohne Schnickschnack. An meinen Liebling von Isntree kommt das Produkt zwar nicht ganz heran, aber mit vier Sternen spielt es meiner Meinung nach definitiv in der oberen Liga mit.

Pro

  • vielseitig einsetzbare Tropfenform
  • unparfümiert
  • seidiges Finish
  • praktisches Format (4,5 × 7cm)

Contra

  • kann auf heller Kleidung Flecken hinterlassen
NIVEA Silky UV Stick LSF 50+ (Sonnencreme Gesicht, SPF 50+, 15 ml)
Sonnencreme
CHF13.70 CHF913.34/1l

NIVEA Silky UV Stick LSF 50+

Sonnencreme Gesicht, SPF 50+, 15 ml

Titelbild: Natalie Hemengül

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Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich. 


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